
Waking the Witch
Ein dreitägiger Workshop zur Integration der Hexenwunde
Vielleicht findest du dich in einer dieser Situation wieder.
Mir war sie lange vertraut. Ich konnte sie damals nur nicht einordnen.
Nehmen wir an, Du sitzt an einem Text, den du eigentlich schon längst veröffentlichen wolltest. Es geht nicht um irgendeinen Inhalt, sondern um etwas, das du durch deine eigne spirituelle Arbeit verstanden hast.
Eine Wahrnehmung. Eine Erfahrung.
Solange du für dich an deinem Schreibtisch sitzt ist alles klar.
Der Gedanke ist da, er trägt sich weiter. Du musst ihn nicht suchen, nicht konstruieren. Er entsteht und fließt einfach.
Das zeigt sich auch körperlich.
Der Brustraum ist offen. Der Atem ruhig. Die Gedanken fließen.
Und in dem Moment, in dem du diesen Inhalt nach außen bringen willst, wo du darüber nachdenkst es. z.B. der Freundin zu schicken, verändert sich etwas.
Der Gedankenfluss bricht ab. Der Körper spannt an. Der Hals wird enger.
Du spürst Unruhe, erste Zweifchel tauchen auf.
Du beginnst deine Passagen zu prüfen, zu relativieren, zu korrigieren.
Und der Text bleibt liegen.
Nächste Situation:
Du bist im Gespräch. Du hast einen klaren Gedanken, ein Sachverhalt der mit einer klaren, eindeutigen authentischen spirituellen Erfahrung direkt Verknüpft ist. Nicht als erlesene Meinung. Sondern als direkt efahrene Wahrnehmung.
Du setzt an, ihn auszusprechen. Und während du sprichst, passiert etwas:
Die Stimme verliert an Stabilität. Der Hals reagiert. Der obere Bauchraum drückt. Die Formulierung wird unabsichtlich vorsichtiger.
Und in deiner Wahrnehmung taucht etwas auf:
"Sprich da nicht drüber."
Du passt dich an. Nicht bewusst, sondern im Vollzug.
Letzte Situation:
Du befindest dich in einem Gespräch mit deinen Mitmenschen,
in der über religiös erlebte Spiritiualität gesprochen wird. Du nimmst sehr klar wahr, was für dich stimmig ist. Und gleichzeitig wird deutlich, dass diese Wahrnehmung im Raum keinen gleichwertigen Platz hat.
Und dein System reagiert.
Nicht zuerst gedanklich.
Sondern körperlich.
Spannung. Druck im Brustraum. Ein klares inneres Signal:
Das stimmt so nicht.
Manchmal bleibt es dabei, manchmal kippt es weiter, dann entsteht Wut.
Nicht impulsiv. Sondern sehr klar: Eine tiefe Empörung darüber, dass dir etwas abgesprochen wird, das für dich selbstverständlich ist:
Dein direkter Zugang.
Deine direkte Wahrnehmung.
Deine direkte Verbindung.
Und diese Reaktion ist oft stärker, als die konkrete Situation es erklären würde.
Diese Situationen sehen unterschiedlich aus. Aber sie folgen derselben Struktur.
Immer dann, wenn du aus deiner eigenen spirituellen Wahrnehmung heraus in Kontakt mit der Umwelt gehen würdest, entsteht ein Bruch.
Nicht, weil dir etwas fehlt. Sondern weil genau dort eine Gegenbewegung aktiv wird.

Was die Hexenwunde ist
Diese angesprochene Gegenbewegung ist gelernt. Sie ist geprägt. Und sie wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Genau dieses Zusammenspiel bezeichne ich als Hexenwunde.
Die Hexenwunde ist kein esoterisches Konzept, sie entsteht aus einem Zusammenspiel von drei Ebenen:
1. Historisch
Über Jahrhunderte hinweg wurden in Europa vor allem Frauen verfolgt, die Wissen getragen haben, unabhängig waren oder außerhalb normierter Strukturen gelebt haben. Das war keine Symbolik. Das war reale Gewalt.
2. Psychologisch
Diese Erfahrungen wirken weiter.
Über Erziehung.
Über soziale Prägung.
Über das, was als „richtig“ und „falsch“ vermittelt wird.
Sie zeigen sich heute als Muster:
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Zurückhaltung trotz Klarheit
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das Bedürfnis, sich zu legitimieren
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Unsicherheit in Bezug auf die eigene Wahrnehmung
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Spannung, sobald es um Sichtbarkeit geht
3. Innerpsychisch / archetypisch
In dir entsteht dadurch eine Spaltung. Ein Teil nimmt wahr. Ein anderer Teil greift genau dort ein, und diese Dynamik zeigt sich in den Momenten, die du gerade wiedererkannt hast.

Was passiert in diesem Workshop konkret?
In diesem Workshop arbeiten wir an allen 3 Tagen in einer klaren, wiederkehrenden Struktur:
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Im ersten teil werden die Hintergründe beleuchtet
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Im zweiten Teil wirst du dich in Grundmustern wieder erkennen
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Im letzten Teil wirst du konkret damit arbeiten
Du erkennst dein eigenes Muster, verstehst, wie es entstanden ist, und lernst, wie du dich in genau diesen Momenten anders führen kannst. Die Grundlage dafür ist die Arbeit mit dem Archetyp der Hexe -nicht als Rolle, sondern als inneres Prinzip.
Die Hexe ist der Anteil in dir, der Dysfunktionalität erkennt. Der jenseits von Begriffssprache wahrnimmt, wenn etwas nicht stimmt. Der Unterschiede sieht. Der nicht einfach übernimmt, was erwartet, vorausgesetzt oder vorgegeben wird.
Und genau deshalb wird sie oft gestoppt.

Wie wir arbeiten
Wir arbeiten auf drei Ebenen:
Tag 1: Deine persönliche Struktur
Du arbeitest mit deinen eigenen Situationen und erkennst was gegenwärtig erworben oder vllt. mitgebracht wurde.
Du erkennst dein Muster konkret und wiedererkennbar.
Tag 2: Das, was du aus deinem Umfeld übernommen hast
Du siehst, was aus deinem Umfeld stammt, und wie sich das heute in deinem Verhalten zeigt.
Tag 3: Die tiefere Ebene -Ahnen und Kollektive
Du erkennst, welche Muster größer sind als deine Biografie.
Du wirst beginnen zu unterscheiden was wirklich zu dir gehört udn zurück geben was nicht zu dir gehört.
Jeder Tag folgt derselben Struktur:
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Erkennen
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Einordnen
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Lösen
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Integrieren
Was du konkret mitnimmst
Du wirst:
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dein Muster erkennen
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es im Alltag wiederfinden
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und wissen, wie du damit arbeitest
Und du bekommst Werkzeuge, die du weiter für deine eigene Prozessarbeit nutzen kannst:
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Aufzeichnungen (6 Monate Zugriff)
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Worksheets zu allen Tagen
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strukturierte Impulse zur Vertiefung
Rahmen
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3 Tage
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jeweils ca. 2 Stunden (Fr. 18:00-20:00 Uhr; Sa. 16:00 bis 18:00 Uhr; So. 16:00 bis 18:00 Uhr;)
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online
Wenn du dich in diesen Momenten wiedererkennst, dann ist das der Punkt, an dem diese Arbeit sinnvoll wird.
Wenn dich dieser Workshop und ähnliche Angebote interessieren kannst du dich hier eintragen, du bekommst dann regelmäßig Informationen über aktuelle Themen.